Meine Liste mikroplastikfreier und tierversuchsfreier Kosmetik- und Pflegeprodukte

Viele viele Konzerne bekannter Marken verwenden Mikroplastik in ihren Produkten und testen sie an Tieren – Marken, die sicherlich (fast) jeder schon einmal in der Hand hatte.

Mikroplastik und Tierversuche, beides Dinge, die ich absolut nicht mit meinen täglichen Pflege- und Kosmetikprodukten in Zusammenhang bringen möchte! Ich möchte mir kein Plastik auf die Haut schmieren. Ich möchte nicht die Umwelt belasten. Und auf gar keinen Fall möchte ich, dass Tiere für mich leiden müssen, nur damit ich 150% mehr Wimpernvolumen oder porentief gereinigte Haut habe. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, Marken, die Mikroplastik verwenden und Tierversuche durchführen nicht mehr zu kaufen. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot und unser Konsumverhalten trägt meiner Meinung nach wesentlich dazu bei geschätzte Werte durchzusetzen.

Das bedeutet, dass ich mich ständig durch seitenlange Listen gewühlt und sie verglichen habe, um rauszusuchen wer jetzt Tierversuche macht und wer Mikroplastik nutzt. Wenn ich dann mal ein Produkt gefunden hatte, was auf den richtigen Listen stand, galt es dann noch rauszubekommen, wo es das zu kaufen gibt. Alles ziemlich umständlich. Um in Zukunft die Suche zu erleichtern habe ich eine Liste zusammengestellt.Darauf finden sich nur Marken, die kein Mikroplastik verwenden und keine Tierversuche durchführen. Außerdem welche Produkte überhaupt angeboten werden, wo es sie zu kaufen gibt, die Verpackungsmaterialien, den Herstellungsort und ob es vegane Produkte gibt.
Jetzt gibt’s noch mal kurz ein paar Fakten und Infos zu Mikroplastik und Tierversuchen. Beide Themen werden aber schon genug breitgetreten, deshalb möchte ich das Ganze wirklich knapp halten.

Mikroplastik

Mikroplastik bildet sich durch Verwitterung von größeren Plastikteilen im Meer. Das allein ist schon schlimm genug, aber es wird den Pflegeprodukten auch direkt beigemischt: Als flüssiges Plastik oder in Form von kleinen Körnchen als Schleifmittel, zum Beispiel in Peelings.

Sogar im Kopf als vermeintlich grün eingestufte Marken, von denen man es nicht erwarten würde, nutzen Mikroplastik in einiger ihrer Rezepturen.

Als Inhaltsstoffe findet man dann Folgendes: Mikroplastik Bezeichnung in Inhaltsstofflisten

Die enorme Problematik ist, dass Mikroplastik so winzig klein ist und deshalb von Kläranlagen nicht aus dem Abwasser gefiltert werden kann. So gelangt es ins Meer, wird dort von Lebewesen aufgenommen und landet letztendlich durch die Nahrung auch in unseren Körpern.

Tierversuche

Tierversuche für Kosmetikprodukte halte ich für absoluten Quatsch und komplett überflüssig. Es gibt so wahnsinnig viele Inhaltsstoffe, die längst erforscht sind und sich bewährt haben.

In der EU sind Versuche an Tieren für Kosmetik und für die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe zwar gesetzlich verboten. Tests für Inhaltsstoffe und Rohstoffe sind aber immer noch erlaubt, wenn sie unter das Chemikaliengesetz fallen. Heißt Inhaltsstoffe, die nicht nur für die Kosmetikherstellung, sondern zum Beispiel auch für Reinigungsmittel oder Medikamente benutzt werden, dürfen noch an Tieren getestet werden und das ist leider für 90% der Stoffe der Fall. Quelle

Von meiner Liste ausgeschlossen habe ich auch Firmen, die zwar tierversuchsfrei produzieren, aber nach China liefern. Denn will ein Konzern seine Produkte in China verkaufen, so ist er gezwungen Tierversuche durchzuführen.

Meine Quellen

In Sachen Mikroplastik hab ich diese Liste vom BUND genutzt.

Als grobe Orientierung dazu welche Firmen Tierversuche durchführen, habe ich zunächst die Listen von PETA durchforstet: Companies that do test on animals und Companies that do not test on animals.

Super ist auch die Zusammenstellung von Animal’s Liberty. Die gibt es auch als App zum Mitnehmen: „Animal’s Liberty – Wer macht’s?“ Lohnt besonders für Haushaltsprodukte. Wer hätte zum Beispiel geahnt, dass für Post it Tierversuche gemacht werden?!

Um sicher zu gehen, dass die Firmen ihre Produkte nicht nach China liefern (das wird nämlich von PETA nicht mit berücksichtigt), hab ich mich auf Erbse von Kosmetik-vegan verlassen, die sich mit ihrer Roten und Grünen Markenliste super viel Mühe gemacht und viele Unternehmen direkt angeschrieben und nachgefragt hat.

Hier gibt’s meine Liste als PDF zum Download:

Liste mikroplastikfreier und tierversuchsfreier Kosmetik- und Pflegeprodukte Stand 02/2016

Liste tierversuchsfreie und mikroplastikfreie Pflege- und Kosmetikprodukte

 

10 Gedanken zu „Meine Liste mikroplastikfreier und tierversuchsfreier Kosmetik- und Pflegeprodukte

  1. Pingback: Peeling ohne Plastik – einbisschengrüner

  2. fraunickelback

    Hallo,die Seite mit den Infos finde ich super! Habe auf dem Handy einen Codecheck um die Zusammemsetzung von Produkten zu sehen.Mit deiner Liste finde ich ganz bestimmt auch meine Produkte die mir und der Umwelt gerecht werden!

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  3. Sissi Schrogl

    Vielen Dank für deine Liste. Das hilft mir schon mal weiter. Es wäre toll, wenn noch mehr Unternehmen dazu gebracht werden könnten.
    Meinst du, man sollte einen Brief verfassen, den man dann sehr bekannten Unternehmen wie Beiersdorf (Nivea leider!) schicken würde? Oder ist es bei solchen Firmen hoffnungslos?
    Mich würde deine Meinung interessieren Falls du Lust hast, würde ich mich über eine Antwort freuen.
    Danke!
    LG
    Sissi

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    1. Caro

      Also grundsätzlich bin ich großer Fan davon Unternehmen auf so etwas hinzuweisen durch Briefe/Mails. Ich mache das manchmal, z.B. wenn ich Dinge bestelle und diese in viel Plastik geliefert werden oder mit Plastikklebeband. Das ist jedoch im kleinen Stil meistens nur bei kleinen Läden effektiv, aber trotzdem sollten wir das alle viel öfter machen! Bei großen Konzernen wird es nichts bringen, wenn du als Einzelperson einen einzigen Brief schreibst. Gerade Nivea wird ja z.B. auch schon von Greenpeace stark für die Verwendung von Mikroplastik kritisiert und ändert trotzdem nichts. ABER für solche Fälle gibt es eine super App, die Replace Plastic App! Dort kannst du Produkte einscannen die in Plastik verpackt sind und wurde ein Produkt ausreichend oft von Leuten gescannt, wird automatisch ein Brief verfasst, der das Unternehmen auffordert die Verpackung zu überdenken. Gute Sache!
      Kleiner Tipp noch am Rande: Zusätzlich zu dem enthaltenen Mikroplastik ist Nivea Creme ist größtenteils aus Erdöl, würde ich mir persönlich jetzt nicht auf die Haut schmieren.

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  4. Uwe Gemoll

    Vielen Dank für Deine Liste. Sehr informativ! Genau solch eine Information habe ich für unsere zukünftigen Einkäufe gesucht. Wir werden unsere komplette Palette an Kosmetika umstellen. Leider in der Hauptsache Nivea-Produkte, aber das haben die sich verdient. Ich weiß, es müssten noch viel mehr Verbraucher so reagieren, bis sich in so einem Konzern etwas ändert. Man müsste in den Medien viel mehr darüber berichten.
    LG Uwe

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    1. Caro

      Wunderbar dass ihr umstellt, es gibt ja auch wahnsinnig viele Alternativen. Das sollten viel mehr Menschen so machen! Ja das stimmt leider. Obwohl ich finde, dass sich in letzter Zeit da schon viel tut zumindest was Mikroplastik angeht! :)

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