Plastikfrei einfrieren

Plastikfrei einfrieren

Um plastikfrei einzufrieren gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die allesamt ziemlich einfach umsetzbar sind. Der Gefrierschrank ist vielleicht nicht die umweltfreundlichste Methode Zeug aufzubewahren, weil ganz schön Energieintensiv. Er macht das plastikfreie Leben aber um einiges entspannter. Es können größere Mengen auf Vorrat vorbereitet werden z.B. Burgerbrötchen, Bretzeln oder Wraps, was eine ganz schöne Zeitersparnis ist. Vor allem hilft er aber auch enorm dabei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. So können zum Beispiel Gemüsereste, die sonst auf den Kompost wandern würden eingefroren werden, um daraus eine leckere Gemüsebrühe zu kochen, wenn sich genug angesammelt hat. Dafür eignen sich unter anderem Kartoffel- und Zwiebelschalen, Strünke von Blumenkohl, die Enden von Möhren und Zucchini etc.

Einer meiner Lieblinge ist aber definitiv eingefrorenes Brot. Die Scheiben können dann einzeln entnommen ganz einfach unaufgetaut getoastet werden und fertig ist das super leckere selbstgemachte Toast ganz ohne Plastik.

Und wofür ich den Gefrierschrank auch liebe: Nicecream!! Yummy! Falls ihr das nicht kennt: Nicecream ist ein selbstgemachtes gesundes Eis auf der Basis gefrorener Bananen, ganz ohne Industriezucker und auch ganz leicht ohne Plastikabfall zu machen :). Einfach mal googeln oder Pinteresten, es gibt da super viele leckere Rezepte!

Ein Tipp noch vorweg: Manchmal hilft es, die Dinge erstmal auf einem Brettchen oder Teller einzufrieren, um sie dann im gefrorenen Zustand in einen Beutel oder ähnliches zu verfrachten.

1. Einfrieren im Baumwollbeutel

Feste Dinge, wie Brot, Gebäck, Wraps, die selbstgemachte Tiefkühlpizza (nachdem sie auf einem Brettchen eingefroren wurde) etc. lassen sich super in Jutebeuteln, Baumwollbeuteln oder ausrangierten Kopfkissenbezügen einfrieren. Auch frischen Blattspinat und Kräuter habe ich so schon eingefroren, was super geklappt hat!

2. Einfrieren in Glas

Bohnen, Beeren oder geschnippeltes Gemüse oder flüssige Sachen wie Suppen, Saucen, Babybrei oder Kichererbsenwasser (Aquafaba) als Ei-Ersatz zum veganen Backen können super in Schraubgläsern oder Glasbehältern eingefroren werden.

Moment, Glas und Gefrierschrank da hat jeder gleich das Bild von der vergessenen geplatzten Flasche Bier oder Sekt im Kopf, die nur eben schnell runtergekühlt werden musste.

Aber ja, einfrieren im Glas geht tatsächlich und nein, es verursacht keine Sauerei, sofern ihr eins beachtet: die Gläser dürfen mit Flüssigkeiten nur zu etwa 3/4 gefüllt werden! Hält man sich daran, ist es überhaupt kein Problem.

Ein kleiner Tipp noch: Gläser, die nach oben hin nicht enger werden erleichtern das Auskippen.

3. Einfrieren in Papier

Brot etc. können auch direkt in der Papiertüte eingefroren werden. Ich würde allerdings immer den Baumwollbeutel bevorzugen. Auch, weil ich kaum noch Papiertüten habe.

4. Einfrieren im Wachstuch

Auch wenn ich demgegenüber immer noch skeptisch bin, einfrieren im Wachstuch klappt wohl auch gut. Danke Kaddi, die das mal ausprobiert und den Tipp in den Kommentaren da gelassen hat. Ich würde dabei allerdings aufpassen, dass das Wachstuch im kalten Zustand nicht zu sehr geknickt wird um ein Brechen zu verhindern.

5. Plastikfreie Eiswürfelform

Es gibt plastikfreie Eiswürfelformen aus Edelstahl, die nicht nur für stinknormale Eiswürfel super sind, sondern zum Beispiel auch um Tomatenmark, Kräuterwürfel, Kräuter in Öl, vordosiertes Aquafaba oder Zitronensaft (wenn man mal wieder eine Zitrone angefangen hat und den Rest nicht verbraucht) einzufrieren. Die fertig gefrorenen Würfel können dann aus der Form genommen und in ein Glas umgefüllt werden. So ist die Form immer Einsatzbereit.

 

11 Gedanken zu „Plastikfrei einfrieren

  1. Aline Kurtoglu

    Danke, für diesen Beitrag.
    Muss meinen Zitronensaft unbedingt mal einfrieren, da die Bio-Zitronen echt tierisch schnell schimmeln!
    Freue mich schon auf deinen nächsten Artikel :)

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  2. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Ich friere auch sehr gerne im Glas ein. Nur dass es etwas mehr Platz weg nimmt, weil es halt rund ist statt eckig wie die meiste Plastikdosen.

    Papier und Stoff sind eher nur für kurzfristige Einfrieraktionen geeignet finde ich, weil das Gefriergut sehr schnell austrocknet. Mache ich aber auch ab und zu, wenn ich weiß, dass ich das Teil rasch verbrauchen werde.

    lg
    Maria

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    1. Caro

      Hi Maria,
      eine Lösung für das Platzproblem wären vielleicht eckige Glasdosen mit BPA-freien Plastikdeckeln. Die gibt es ja auch (Glas-lock Dosen heißen die glaube ich). Das mit dem Austrocknen habe ich jetzt noch nicht festgestellt, aber danke für den Hinweis.
      Viele Grüße
      Caro

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      1. widerstandistzweckmaessig

        Hallo Caro!

        Extra Glasdosen kaufen möchte ich eigentlich nicht. Ich verwende die Gläser, die ich schon habe bzw. die sich noch dazu gesellen, wenn ich etwas in Glas Verpacktes kaufe.

        Aber die Glasdosen kenne ich, ich besitze auch ein Set und bin hoch zufrieden! Wir backen oft eine zweite Portion Auflauf direkt darin für den nächsten Tag.

        lg
        Maria

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  3. Pingback: 5 Minuten Brot ohne Kneten – einbisschengrüner

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