Warum es wichtig ist beim Einkauf auf Bio-Qualität zu achten

Die Biologische Landwirtschaft trägt nicht nur durch einen verminderten Einsatz von Pestiziden, Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern aktiv zum Schutz von Gewässern, Boden, Umwelt und unserer Gesundheit bei, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz. Darüber hinaus hat es noch weitere Vorteile Bio zu kaufen.

Auf biologische Qualität zu achten, ist sogar so wichtig, dass im Falle einer Entscheidung zwischen bio & verpackt oder konventionell & unverpackt, tatsächlich ersteres gewählt werden sollte. Ebenso bei der Entscheidung zwischen bio & nicht-regional oder konventionell & regional. (Mehr dazu folgt bald in einem separaten Artikel)

Umweltschutz

Biologisch erzeugte Lebensmittel tragen durch einen verminderten Einsatz von Pestiziden, Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern aktiv zum Schutz von Gewässern, Boden und Umwelt bei.

Bodenschutz und Klimaschutz

Boden ist keine tote Masse, sondern höchst lebendig.

Die konventionelle Landwirtschaft schädigt die Bodenorganismen durch den Einsatz von Dünger und Pestiziden massiv und laugt die Böden so enorm aus. Landwirtschaftliche Flächen müssen so immer weiter ausgedehnt werden, da die Böden „verbraucht“ werden. Es dauert Jahrzehnte, bis solche Böden wieder ihre vollständige Lebendigkeit zurück erlangen. Höchst problematisch jetzt schon, und erst recht in Hinblick auf steigende Bevölkerungszahlen. Für die biologischen Landwirtschaft hingegen, ist die Bodengesundheit entscheidend. Um einen guten landwirtschaftlichen Ertrag zu erlangen, spielt die Pflege der Bodenorganismen und der Humusaufbau zur Erhaltung der Fruchtbarkeit eine große Rolle. Sie trägt damit nicht nur zum nachhaltigen Erhalt der Bodengesundheit, sondern auch zum Klimaschutz bei. Biomasse speichert CO2, ein Boden mit hohem Humus-, also hohem Biomasseanteil, wie in der biologischen Landwirtschaft üblich, kann mehr CO2 speichern. Durch den Verzicht auf Stickstoffdünger haben Bio-Lebensmittel darüber hinaus eine generell bessere Klimabilanz. 

Erhaltung von Kulturlandschaft & Biodiversität

Immer größere Felder mit Monokulturen, die mit immer größeren Maschinen effizient zu bewirtschaften sind, so aber die Landschaft massiv verändern und durch die Entfernung von Hecken, Büschen, Bäumen und kleinen Teichen zu einer starken Abnahme von Lebensraum und somit einem massiven Rückgang der Biodiversität führen – so sieht die konventionelle Kulturlandschaft aus. Auch im Ökolandbau lässt sich ein Trend in Richtung größerer Bewirtschaftungseinheiten sicherlich nicht leugnen, um die Rentabilität zu gewährleisten. Gerade in Hinblick auf den massiven Rückgang der Biodiversität liegt aber in der biologischen Landwirtschaft trotzdem der Fokus darauf Lebensraum zu erhalten und zu schaffen. Durch Säume, durch das Stehenlassen oder wieder anpflanzen von Hecken und weitere Maßnahmen tragen so zu einer Erhaltung der Kulturlandschaft in ihrem Strukturreichtum bei.

Gesundheit

In der biologischen Landwirtschaft sind weniger Pestizide erlaubt als im konventionellen Landbau. Das kommt nicht nur der Umwelt (und damit auch wieder indirekt unserer Gesundheit), sondern durch eine geringere Belastung von Obst und Gemüse mit Pestiziden etc. auch direkt unserer Gesundheit zugute. Bei verarbeiteten Lebensmitteln sind außerdem weniger Zusatzstoffe erlaubt, als in der konventionellen Produktion.

Gentechnikfreie Produkte

Der Einsatz gentechnischer Produkte, auch Tierfutter, ist durch die Bio-Richtlinie untersagt. Mit dem Kauf von Bio-Produkten kann man sich also sicher sein, keine Gentechnik zu konsumieren.

Warum Gentechnik nicht die Lösung ist – auch nicht in Hinblick auf den Klimawandel, habe ich hier zusammengefasst.

Kreislaufwirtschaft

Die Umwelt wird in der biologischen Landwirtschaft als komplexes Ökosystem begriffen, das ganzheitlich betrachtet werden muss. Dieses Denken ist sicherlich nicht auf allen Bio-Höfen gleich stark ausgeprägt, die Güte und Anbaumethoden unterscheiden sich ja bekanntlich von Siegel zu Siegel bzw. Verband zu Verband, dennoch wird stärker darauf geachtet in Kreisläufen zu wirtschaften. Das heißt, dass ein Großteil des Tierfutters auch auf dem Hof produziert wird und die Größe des Tierbestandes an die Größe der zu düngenden Flächen angepasst ist. Es wird einfach insgesamt mehr Rücksicht auf die Umwelt genommen.

Biologische Landwirtschaft und Welternährung

Was ist, wenn die ganze Welt auf Bio umsteigt? Geht das überhaupt? Laut einer Studie im Nature Communications wäre es möglich die Weltbevölkerung mit biologischem Landbau zu ernähren, wenn sich Agrarmethoden und Konsumverhalten ändern. Das bedeutet: weniger Lebensmittelverschwendung (Tipps für weniger Lebensmittwelverschwendung), den Konsum tierischer Produkte einschränken (Vorteile der veganen Ernährung), Umstellung des Tierfutters. 

Auch im eigenen Garten haben wir die Möglichkeit Biosaatgut zu wählen und ein wenig der regionalen Vielfalt aufrecht zu erhalten.

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